Führerschein aus dem Ausland / (Nicht-EU)

Umschreibung nach sechs Monaten

Nach Ablauf von sechs Monaten (ab Begründung des ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland) erlischt die ausländische Fahrerlaubnis, danach wird diese nicht mehr anerkannt. Das gilt für Fahrberechtigungen aus Drittstaaten, also Staaten, die nicht zur EU oder dem Europäischen Wirtschaftraum EWR (Island, Liechtenstein und Norwegen) gehören.

Um weiterhin Auto fahren zu dürfen, benötigt man nach Ablauf der Frist eine deutsche Fahrerlaubnis. Der ausländische muss dann in einen deutschen Führerschein umgetauscht werden. Die Voraussetzungen für den Erwerb der deutschen Fahrerlaubnis hängen davon ab, in welchem Land der Führerschein erworben wurde.

Eine einmalige Verlängerung der Sechsmonatsfrist um ein weiteres halbes Jahr ist möglich, wenn man insgesamt nicht länger als zwölf Monate in Deutschland wohnen wird und dies gegenüber der Behörde nachweisen kann.

Umschreibung teilweise ohne Prüfung

Grundsätzlich müssen die theoretische und praktische Prüfung (ohne Ausbildung) in Deutschland absolviert werden. Dabei gibt es aber Ausnahmen – je nachdem, in welchem Land die Fahrerlaubnis gemacht wurde.

Es muss keine Führerscheinprüfung abgelegt werden, wenn im Ausstellerland die EU-einheitlichen Mindeststandards für die Prüfung sichergestellt sind. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn ein gegenseitiges Anerkennungsabkommen zwischen Deutschland und dem ausländischen Staat besteht. Ob mit Ihrem Land ein solches Abkommen besteht und Sie daher keine oder nur eine der beiden Prüfungen machen müssen, können Sie der nachfolgenden Staatenliste entnehmen

 

Führerscheine aus UK

Seit 2022 ist das Vereinigte Königreich und Gibraltar auf der Staatenliste, der Umtausch ist also ohne theoretische und praktische Fahrerlaubnisprüfung möglich. Bei Führerscheinen aus dem Vereinigten Königreich und Gibraltar kann von der zuständigen Behörde bei der Umschreibung allerdings ein Sehtest verlangt werden.

Auskunft der Stadt Ludwigshafen